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Flexibilität sowie mechanische Robustheit zeichnen Magnetwerkstoffe auf Elastomerebasis (Flexor) aus. Die Anpassungsmöglichkeiten an unterschiedlichste Anforderungen erschließen ein weites Anwendungsspektrum. Neben Großserienteilen sind, bedingt durch moderate Formkosten, Sonderanfertigungen möglich.
Einsatz Zur Anwendung kommen sie - in der Sensorik Ansteuerung von Reedschaltern, Drosseln, Spulen und Hallsensoren - z.B. in Pneumatikzylindern als Ringe zur Kolbenstandskontrolle oder als Bänder in Elektrowerkzeugen für Rotationskontrollen -in Elektromotoren in Form von multipolar magnetisierten Bändern als Alternative zu Segmentmagneten -in Haftanwendungen - Haftmagnetsystemen - Instrumentenbefestigungen - Duschkabinen und Kühlschränken - Abdeckungen bei Lackierungen - Werbung und Displays (siehe Displays)
Beschreibung synthetischer „Gummi“ mit Hartferritbeimischung (Eisenoxid plus Strontium- oder Bariumkarbonat) Die Fertigung der Typen Flexam und Flexor 15, 40 und 45 erfolgt durch Kalandrieren.
Mögliche Formen Folien, Bänder, Ringe und planliegende Formteile auch selbstklebend
Magnetische Eigenschaften Flexor 15, 40 und 45 sind anisotrop (mechanische erzeugte Anisotropie) und weisen hierdurch höhere magnetische Werte auf als Flexam-Typen. Die Magnetisierung erfolgt wahlweise einseitig (wobei die Rückseite ebenfalls, jedoch schwächer, magnetisch ist) oder doppelseitig mehrpolig. Ringe werden durch das Maß Höhe magnetisiert (eine radiale Magnetisierung ist nicht realisierbar).
Mechanische Eigenschaften „Magnetgummi“ ist ein flexibles und weiches Material (ca. Shore D60-65), ohne jedoch elastisch in Form eines dehnbaren Gummis zu sein.
Chemische Eigenschaften Gute Verträglichkeit gegenüber: Wasser, Alkohol, Haushaltsreinigungsmitteln Kritisch ist z.B. der Einsatz in Öl und Säuren. Flexor H 40 weist, je nach Öl-Type, gegenüber Flexor 15 und 45 ein verbessertes Verhalten gegen Öl auf. Eine Entscheidung der Eignung kann nur über Versuche erfolgen. Strontium Sr-Werkstoffe (Flexor 15, 40, 45) sind Barrium Ba-Werkstoffen (Schwermetallanteile Flexam) vorzuziehen.
Temperatur Bitte beachten Sie, daß die angegebenen max. Arbeitstemperaturen nur bei optimaler Geometrie gelten (Gegenfelder sind zu beachten). Minus-Temperaturen sind speziell zu betrachten. Berücksichtigen Sie in diesem Zusammenhang die Angaben zur Arbeits-und Curie-Temperatur sowie die Erläuterungen zu reversiblen und irreversiblen Verlusten (Einführung und Seite 87). Im Gegensatz zu Selten-Erd-Werkstoffen weisen Hartferrite einen positiven Temperatur koeffizienten der Koerzitivfeldstärke auf (HcJ ca. +0,3 %/C°).
Ver-und Bearbeitung Bedingt durch die Elastomer-Matrix sind Folien, Bänder und Formteile je nach Geometrie durch Messer, Schere, Bandstahlschnitte sowie durch spanabhebendes Abdrehen einfach zu bearbeiten. Die Magnetflächen sollten nicht bearbeitet werden.
Anbringung Die Befestigung kann z.B. durch - Einrasten - Klemmen - Anschrauben ( keine Fe-Schrauben, versenkt) - Kleben (Eignung des Klebers vorausgesetzt) erfolgen.
Weitere Produkte in Band-und Folienformaten finden Sie hier.
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